In einer umfassenden Analyse haben Forschende untersucht, wie wirksam osteopathische manuelle Therapie (OMT) bei Menschen mit Kopfschmerzen ist, die durch Probleme im Bewegungsapparat verursacht werden – also etwa durch Verspannungen, Fehlhaltungen oder Blockaden in Muskeln und Gelenken.
Für die Auswertung wurden 18 kontrollierte klinische Studien mit insgesamt über 1 000 Teilnehmendenberücksichtigt. Die meisten Betroffenen waren um die 40 Jahre alt, und rund 80 % waren Frauen. Die Studien verglichen unterschiedliche osteopathische Techniken entweder miteinander oder mit anderen Behandlungen bzw. der üblichen Versorgung.
Wichtigste Ergebnisse
Weniger Schmerzen und weniger häufige Kopfschmerzen: Bestimmte Kombinationen osteopathischer Techniken führten zu einer deutlichen Reduktion der Schmerzstärke und der Häufigkeit der Kopfschmerzattacken.
Bessere Lebensqualität: Menschen, die OMT erhielten, berichteten auch über eine Verbesserung ihrer Lebensqualität im Alltag.
Sicherheit: In den untersuchten Studien gab es keine Hinweise auf schwerwiegende Nebenwirkungen oder Schäden durch die osteopathischen Behandlungen.
Unterschiedliche Qualität der Studien: Die Forschenden weisen darauf hin, dass die meisten bisherigen Studien nicht alle methodischen Qualitätskriterien erfüllten und oft nur kleine Teilnehmerzahlen hatten.
Fazit
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass osteopathische manuelle Therapie, insbesondere wenn verschiedene Techniken kombiniert werden, helfen kann, muskel- und gelenkbedingte Kopfschmerzen zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Allerdings sind weitere größere und methodisch hochwertige Studien nötig, um diese Ergebnisse eindeutig zu bestätigen und klare Empfehlungen für die Praxis zu geben.
Die Orginalstudie finden Sie hier: https://doi.org/10.1515/jom-2025-0075

